Der mit 5000 Euro dotierte Public Private Partnership Award für den Bereich Informationsgesellschaft wurde in diesem Jahr erstmalig vergeben. Von den 49 eingereichten Bewerbungen prämierten die Initiatoren - die Initiative D21 und der Behörden Spiegel - insgesamt vier Projekte.
2. Platz
Die Aktion Frauen ans Netz wurde mit dem zweiten Preis für ihr erfolgreiches Engagement zur Stärkung der Internetbeteiligung von Frauen ausgezeichnet. Die Partnerschaft verbindet das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Bundesagentur für Arbeit, die Deutsche T-Com, die Zeitschrift Brigitte und den Verein Frauen geben Technik neue Impulse e.V..
Die weiteren Preisträger
Den ersten Preis erhielt ebenfalls ein Gemeinschaftsprojekt der Bundesagentur für Arbeit mit der allesklar.com AG für das Projekt - Online Stellenmärkte für jede deutsche Stadt ( www.meinestadt.de). Ein weiterer zweiter Preis ging an n-21: Schulen in Niedersachsen online e.V.. Den dritten Preis erhielt d-NRW - Digitales Ruhrgebiet.
Aktion konkret
Frauen ans Netz führt seit 1998 bundesweit Internetkurse von Frauen für Frauen durch. Bisher haben über 120.000 Frauen in mehr als 300 Städten und Gemeinden an den Kursen teilgenommen. Das starke Bündnis der Partner bietet dabei eine hervorragende Chance, Frauen in großer Zahl mit dem Medium Internet in Kontakt zu bringen und damit wichtige bildungs- und beschäftigungspolitische Weichen zu stellen, um auch im Netz Chancengleichheit zu erreichen. Zusätzlich tragen im ganzen Bundesgebiet öffentliche und private Bildungseinrichtungen, Frauenberatungsstellen und Sponsoren zum anhaltenden Erfolg der Aktion bei.
Der Wettbewerb
Ziel des bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerbs ist es, Public Private Partnership Projekte mit Vorbildcharakter einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, um neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen öffentlichen und privaten Partnern aufzuzeigen und zur Nachahmung anzuregen.
Die Preisträger wurden am 2. Juni 2003 in Berlin von Dr. Göttrik Wewer, Staatsekretär im Bundesministerium des Innern, Erwin Staudt, Vorsitzender der Initiative D21 und Udo Hinsche, Mitglied der Geschäftsleitung der Siemens Business Services, ausgezeichnet.
Die Preisverleihung rundete den 1. Tag des Kongresses "Effizienter Staat" ab, der auf Initiative des Behörden-Spiegels im Schöneberger Rathaus stattfindet.
Was ist Public Private Partnership?
PPP kann als eine institutionalisierte Form der Kooperation zwischen öffentlichen (public) und privaten (private) Partnern verstanden werden. Beide Seiten bringen Ressourcen ein und verfolgen gemeinsame Ziele. Dabei können die Ziele sowohl öffentlichen als auch kommerziellen Charakter haben. Ziel ist es eine höhere wirtschaftliche Abdeckung von öffentlichen Aufgaben zu erreichen.
Wo wird PPP eingesetzt?
Das Konzept wird in den USA und bei unseren europäischen Partnerländern schon über viele Jahre praktiziert. In Großbritannien beispielsweise werden bereits 20% aller öffentlichen Investitionen über PPP finanziert.
Aber auch in Deutschland erhält PPP eine immer größere Bedeutung. In Zeiten leerer Kassen, sowohl der Kommunen, Länder als auch im Bund sollen neue Wege der Finanzierung gegangen werden. Der Einsatz von PPP Lösungen ist ganz unterschiedlich und wird rechtlich von den Bund, Ländern und Kommunen definiert.
PPP im eGovernment
Unter eGovernment versteht man die Nutzung von Kommunikations- technologie durch öffentliche Akteure. In diesem Feld ist bereits ein starkes Interesse an Public Private Partnership zu erkennen. So erhielt allesklar.com AG und die Bundesagentur für Arbeit den ersten Preis für ihr Projekt Online Stellenmärkte für jede deutsche Stadt ( meinestadt.de). Auch der dritte Preis ging an ein Projekt, das Bürger, Unternehmen und öffentliche Verwaltung zusammenbringen will: Digitales Ruhrgebiet.
Die Gemeinschaftsaktion Frauen ans Netz ist auch ein eGovernment Projekt, dass das öffentliche Ziel -die gleichberechtigte Teilnahme von Frauen und Männer im Internet- verfolgt.