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Bundesfamilienministerin Kristina Schröder: "Wir müssen Jungen und Mädchen faire Chancen bieten"

Heute erster bundesweiter Boys'Day / 11 Jahre Girls'Day

Mehr als 90 Initiativen, über 4.000 Veranstaltungen und rund 35.000 Teilnehmer - der auf Initiative von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder bundesweit eingeführte Boys'Day - Jungenzukunftstag ist schon im ersten Jahr ein voller Erfolg. Wie für Mädchen beim heute parallel stattfindenden Girls'Day besteht erstmals auch für Jungen die Möglichkeit, in Schnupperpraktika Einblicke in die unterschiedlichsten Berufe zu gewinnen. Die Schüler ab der fünften Klasse lernen dabei Tätigkeiten kennen, in denen Männer bisher selten vertreten sind wie in den Branchen Erziehung, Pflege und Gesundheit.

"Viele Jungs wissen gar nicht, welche Chancen sich ihnen in Branchen wie Alten- und Krankenpflege oder Erzieher bieten, wo Männer gerne gesehen sind", erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. "Ich habe deshalb parallel zum Girls'Day erstmals in diesem Jahr den Boys'Day eingeführt, damit auch Jungen Anregungen für ihre Berufswahl bekommen und die Chance haben, Neues kennen zu lernen. Es ist Zeit, beide Geschlechter in den Blick zu nehmen: Mädchen und Jungen, Männer und Frauen. Mehr Gleichberechtigung erreichen wir nicht durch Umerziehung, sondern in dem wir beiden Geschlechtern faire Chancen eröffnen."

Zum Boys'Day besucht Bundesministerin Kristina Schröder gemeinsam mit dem norwegischen Gleichstellungsminister Audun Lysbakken eine Berliner Pflegeeinrichtung. Hier lernen Jungen den Beruf des Altenpflegers kennen.

"Tradierte Rollenbilder und die ungleiche Arbeitsteilung sind große Herausforderungen für die Geschlechtergleichstellung" erklärt Audun Lysbakken. "Auch für Norwegen ist der Boys' Day interessant, weil er bereits frühzeitig mit diesen Themen bei den Jungen ansetzt und konkrete Erlebnisse ermöglicht."
Anschließend schaut die Bundesfamilienministerin Mädchen beim Girls' Day in einer Tischlerei in Berlin-Kreuzberg über die Schulter. "Mit dem Girls'Day bieten wir Mädchen die Möglichkeit, in Berufe hineinzuschnuppern, von denen sie meist nur vage Vorstellungen hatten", erklärt Ministerin Schröder. "Die Erfahrung zeigt: Je mehr Mädchen über bislang männlich dominierte Berufe erfahren, desto stärker ist ihr Interesse. Wir wollen Mädchen und jungen Frauen nicht vorschreiben, welchen Beruf sie wählen sollen, aber wir müssen ihnen die Chance geben, ihre Talente zu entdecken und später im Beruf zu verwirklichen."

Der Girls'Day - Mädchenzukunftstag findet in diesem Jahr zum elften Mal statt. Er ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen in Deutschland, seit dem Start 2001 haben insgesamt mehr als eine Million Mädchen teilgenommen. Auch in diesem Jahr ist der Girls'Day ein Erfolg: Über 123.000 Mädchen nehmen an fast 10.000 Veranstaltungen teil.

Der Girls'Day wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Der Boys'Day wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Bündnispartner sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe, die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, der Bundeselternrat, der Bundesverband der Freien Berufe, der Bundesverband privater Anbieter Sozialer Dienste, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesverband der Deutschen Industrie, der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe, die Deutsche Krankenhausgesellschaft sowie der Deutsche Städtetag.

Weitere Informationen unter www.boys-day.de und www.girls-day.de.

Zum Schwerpunkt beim BMFSFJ: www.bmfsfj.de

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