10 Jahre: 1999 - 2009
Der Verein wurde am 10. November 1999 mit dem Namen "Frauen geben Technik neue Impulse e.V." in Bonn gegründet. Im April 2000 startete der Verein das "Kompetenzzentrum Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie" um die Ziele des Vereins umzusetzen. Seit 2005 sind die Aktivitäten im "Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V." gebündelt. Eine Dia-Show mit Bildern aus 10 Jahren Vereinsarbeit öffnet sich hier:
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Die Entwicklung des Vereins haben wir in drei Stationen abgebildet: Die Initiative 1994 bis 1999, den Verein Frauen geben Technik neue Impulse 1999 bis 2005 und Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit seit 2005. Am 25. Juni 2009 haben wir unser 10-jähriges Jubiläum mit dem Fachkongress Zukunft gestalten - Kompetenzen aller nutzen in Bonn mit 120 Gästen gefeiert. Gemeinsam mit der Fachhochschule Bielefeld haben wir an unserem Gründungstag, dem 10. November, auf der Festveranstaltung Ideen für die Zukunft. Impulse aus OWL erstmalig den kompetenzz-Preis OWL verliehen.
1994 - 1999: Die Initiative
Initiative Frauen geben Technik neue Impulse
Der Name des 1999 gegründeten Vereins geht zurück auf die Initiative Frauen geben Technik neue Impulse, die 1994 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, von der Deutschen Telekom AG und der Bundesanstalt für Arbeit (heute: Bundesagentur für Arbeit) ins Leben gerufen worden war.
Die Initiatorinnen waren
- Helga Ebeling, Leiterin des Referats "Frauen in Bildung und Forschung" im Bundesministerium für Bildung und Forschung,
- Heli Ihlefeld-Bolesch, Leiterin des Fachbereichs Gleichstellungsbeauftragte der Deutschen Telekom AG und
- Annelore Chaberny, Leiterin des Referats für Frauenbelange der Bundesanstalt für Arbeit.
Ziel dieser Initiative war es, die Beteiligung und Vernetzung von Frauen auf allen Ebenen der technischen Ausbildungen und Berufe zu stärken. Mittel hierfür waren vor allem die Vernetzung der Frauen-Technik-Organisationen und -Verbände, die Herausbildung von Expertinnenstrukturen und die Stärkung der öffentlichen Wahrnehmung. Die Koordinierungsstelle als ausführendes Organ der Initiative wurde 1996 vom Bundesinstitut für berufliche Bildung - BiBB in Berlin an die Fachhochschule Bielefeld verlegt.
Die Koordinierungsstelle baute ExpertInnen-Netzwerke auf, erstellte Informationspools über ExpertInnen und Netzwerke und informierte die Öffentlichkeit über eigene Publikationen und eine breite Medienpräsenz sowie Präsentationen auf zahlreichen Messen, Tagungen und Konferenzen.
Schriftenreihe
In den Expertinnengesprächen der Initiative wurden neue Standortbestimmungen durchgeführt, Zielsetzungen und Umsetzungsstrategien zu aktuellen Themen entwickelt und die Ergebnisse veröffentlicht. In der Schriftenreihe erschienen 4 Hefte:
- Zukunftsberufe für Frauen - Chancen im Multimediabereich (1998),
- Frauen in der technischen Forschung und Entwicklung (1999),
- Strategien des beruflichen Aufstiegs von Frauen in Technik und Wirtschaft (1999) und
- Strategien des beruflichen Neueinstiegs von Ingenieurinnen in den neuen Bundesländern (1999).
Frauen ans Netz
Im November 1998 starteten die Initiatorinnen gemeinsam mit Susannne Mersmann von der Zeitschrift Brigitte und Frauen-Computer-Schulen in Düsseldorf, München, Leipzig und Bielefeld die Aktion Frauen ans Netz. In den vier Städten wurden Frauen eingeladen, in T-Punkten kostenlos an einer Einführung ins Internet von Frauen für Frauen teilzunehmen. Der überwältigende Erfolg führte zu einer Fortsetzung des Angebots als mehrstündige Einstiegskurse in den Folgejahren, die bundesweit in Weiterbildungseinrichtungen und Frauenprojekten angeboten wurden.
Frauen in der Informationsgesellschaft
Seit 1999 nahm die Koordinierungsstelle auch die Aufgaben der Geschäftsstelle der bundesweiten ExpertInnengruppe " Frauen in der Informationsgesellschaft" wahr. In demselben Jahr wurde die internationale Konferenz "Frauen in der Informationsgesellschaft" im Rahmen der Deutschen EU-Präsidentschaft durchgeführt. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse in:
- Frauen in der Informationsgesellschaft. Internationale Konferenz im Rahmen der Deutschen EU-Präsidentschaft. Dokumentation der Konferenz vom 17. April 1999 in Düsseldorf. Hrsg.: Koordinierungsstelle der Initiative Frauen geben Technik neue Impulse, Bielefeld, März 2000
1999 - 2005: Frauen geben Technik neue Impulse
Der Verein Frauen geben Technik neue Impulse wurde am 10. November 1999 in Bonn gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören technische Verbände wie VDE, VDI und die Gesellschaft für Informatik, Experten- und Expertinnengruppen aus dem Feld der Informationsgesellschaft, technische Unternehmen wie Alcatel und Telekom, Forschungszentren wie das Forschungszentrum Jülich und das GMD - Forschungszentrum Informationstechnik GmbH, die Bundesanstalt für Arbeit sowie der Westdeutsche Handwerkskammertag.
Das Kuratorium des Vereins umfasste bereits Mitglieder aus drei Bundesministerien, mehreren Länderministerien, dem Europäischen Parlament, verschiedenen Unternehmen, staatlichen Institutionen und Bildungseinrichtungen sowie aus Verbänden. Die Vereinsmitglieder rekrutieren sich aus Vertreter/innen von Medien, Vereinen, Verbänden, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. Dem Vorstand des Vereins gehören Mitglieder von Experten- und Expertinnengruppen, technische Unternehmen, Forschungszentren, Ingenieur- und Ingenieurinnenverbände und die Bundesagentur für Arbeit an.
Kompetenzzentrum Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie 2000 - 2005
Mit der Eröffnung des Kompetenzzentrums Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie wurde in den Räumen der Fachhochschule Bielefeld ein Team von technologisch interessierten Sozialwissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen aufgebaut, die in sechs Arbeitsschwerpunkten ExpertInnen-Netze aufbauten und Projekte entwickelten. Das Projekt "Strukturentwicklung eines Kompetenzzentrums" wurde von April 2000 bis März 2005 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendgefördert.
Arbeitsschwerpunkte
- Zugangsmöglichkeiten und Zugangschancen von Frauen zur Technik
- Schulische und außerschulische Bildung
- Berufliche Aus- und Weiterbildung
- Hochschulbildung
- Wissenschaft und Forschung
- Arbeit und Beruf.
Aufgabe des Kompetenzzentrums Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie war es in den Jahren 2000 bis 2005 die Frauenbeteiligung in allen Bereichen und auf allen Ebenen der Technikentwicklung und -gestaltung, Ausbildung, Forschung und Berufstätigkeit entscheidend voranzutreiben und zu verbessern. Um diese Aufgabe bewältigen zu können, entwickelte das Kompetenzzentrum ein Gesamtkonzept, das sich durch effiziente Vernetzungsarbeit, Monitoring- und Beratungstätigkeit, die breite Information der Öffentlichkeit sowie die Entwicklung und Umsetzung zielgruppenorientierter Projekte und Maßnahmen auszeichnete.
Vernetzung
Durch die Vernetzung der relevanten Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich Frauen, Informationsgesellschaft und Technologie war es dem Kompetenzzentrum gelungen, ein Netzwerk zu schaffen, in das Frauen-Technik-Netzwerke, Unternehmen, Gewerkschaften und politische Entscheidungsträger gleichermaßen integriert waren. Der dadurch entstandene Austausch machte ganz neue Handlungsoptionen und die Einbeziehung unterschiedlicher Interessen und Erfahrungen möglich. Zudem ergab sich dadurch für die Frauen-Technik-Netzwerke die Möglichkeit, die eigenen Positionen gegenüber Politik und Wirtschaft deutlich zu machen, und strukturelle Ungleichheiten zu benennen. In konkreten Einzelprojekten wie der Aktion Frauen ans Netz, dem Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag oder dem Bundesausbildungsprojekt idee_it konkretisierte sich diese Zusammenarbeit und kann als einer der entscheidenden Faktoren für den Erfolg der Projekte angesehen werden.
Daten und Fakten
Mit der Erstellung genderspezifischer Daten und Fakten aus dem Bereich Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie und einem Hochschulranking nach Studienanfängerinnen in Naturwissenschaft und Technik hat das Kompetenzzentrum einen wichtigen Beitrag geleistet, um frühzeitig den Handlungsbedarf für Politik, Ausbildungseinrichtungen, Hochschulen und Wirtschaft deutlich zu machen und konkrete Zielvereinbarungen formulieren zu können.
Öffentlichkeitsarbeit
Über die Teilnahme an Messen und Veranstaltungen sowie zahlreiche Aktivitäten im Rahmen des Jahres der Technik hat es das Kompetenzzentrum geschafft Mädchen und junge Frauen, aber auch Eltern, Lehrende und Personalbeauftragte für das Thema Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie zu interessieren und ihnen einen ersten Einstieg in das Thema zu bieten. Ein weiterer wichtiger Faktor der erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit war das Internetportal www.kompetenzz.de, das sich im Berichtszeitraum zu einem Knotenpunkt zum Thema Frauen in Informationsgesellschaft, Naturwissenschaft und Technik entwickelt hat.
Projektentwicklung und -koordination
Breiten Raum nahm die Entwicklung und Koordination verschiedenster Projekte ein, die auf der Ebene der jungen Frauen im Schulalter beginnen und über die Ausbildungs- und Studienorientierung, die Studienwahl, bis hin zu den Berufs- und Studienabschlüssen und den Chancen von Frauen zur Teilhabe an der Informationsgesellschaft reichen. Mit diesen, an den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppe ausgerichteten Projekten ist es dem Kompetenzzentrum gelungen, Mädchen und Frauen mit niederschwelligen Angeboten zu erreichen. So gibt der Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag www.girls-day.de Schülerinnen der Klassen 5bis 10 einen Einblick in technische und naturwissenschaftliche Berufe, die sie bisher nicht kannten bzw. nicht bei ihrer Berufswahl berücksichtigen würden und trägt damit zur Erweiterung ihres Berufswahlspektrums bei. Zudem werden die Beteiligten im privaten Umfeld, in Unternehmen, Schule und beruflicher Beratung in die Aktivitäten einbezogen. Mit dem Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag konnten von 2001 - 2005 über 386.000 Mädchen für 17.400 Veranstaltungen mobilisiert werden.
Mit dem Projekt idee_it www.idee-it.de wurden Mädchen und junge Frauen im Alter von 14 bis 20 Jahren dazu ermutigt, bei der Berufswahl zukunftsfähige IT-Berufe zu ergreifen. Zentral waren in diesem Projekt eine interaktive Homepage mit pfiffigem Layout sowie die Durchführung spezieller Kick-off-Veranstaltungen, die mit einem Mix aus Information, Beratung und Event den jungen Frauen zielgruppengerechte Informationen rund um IT boten. Mehr als 6.500 Mädchen nahmen von 2001 - 2004 an zwölf idee_it Kick-Off-Veranstaltungen bundesweit teil. In dem Projekt wurde zudem daran gearbeitet, die IT-Ausbildungen durch neue Inhalte und Praxisangebote interessanter zu machen.
Um junge Frauen beim Übergang von der Schule ins Studium zur Aufnahme eines technischen oder ingenieurwissenschaftlichen Studiums zu ermutigen, wurden mit be.it und be.ing www.werde-informatikerin.de www.be-ing.de Projekte angestoßen, die für die entsprechenden Studiengänge umfangreiches Informationsmaterial anbieten sowie ein modernes Berufsimage und erfolgreiche weibliche Role Models präsentieren. Auf der Internetseite gab es zudem eine Praktikumsbörse und eine Datenbank zu frauenspezifischen Studiengängen und Schnupperhochschulen für Schülerinnen.
Ebenfalls der Auffächerung des Berufswahlspektrums dienten die Aktivitäten im Jahr der Technik 2004 und das Projekt Gender im Einsteinjahr, bei denen ebenfalls ganz praktische Tipps und Informationen zur Berufsorientierung gegeben und Mitmachexperimente durchgeführt wurden. Themen wie Physikerinnen in der Zeit Einsteins und heute hatten Vorbildcharakter und machten die Leistungen exzellenter Physikerinnen deutlich. Das Projekt machte es zudem für das Kompetenzzentrum möglich, gezielt Gender in den Mainstream dieses Wissenschaftsjahres zu bringen. Dies geschah durch die aktive Beratung der ausführenden Agentur zu Gendergerechtigkeit und die konsequente Einbeziehung der Frauen-Technik-Netzwerke in die Veranstaltungen zum Einsteinjahr.
Das Projekt zur Stärkung der Medien- und Technikkompetenz von Frauen, die Aktion Frauen ans Netz www.frauen-ans-netz.de
wurde bis ins Jahr 2005 fortgesetzt. Die Nutzung und der Einsatz des Internets als Werkzeug, Kommunikations- und Recherchemedium standen bei den Schulungen von Frauen ans Netz im Vordergrund. Im Rahmen der Aktion wurden von 1998 - 2005 16.100 zwei- bzw. dreistündige kostenlose Einstiegs- und kostenpflichtige Praxiskurse mit 160.000 Teilnehmerinnen in 330 Aktionsorten bundesweit durchgeführt. In diesem Rahmen wurden Kooperationen mit 380 Bildungseinrichtungen eingegangen. Die positiven Erfahrungen, die mit dem zielgruppengerechten Angebot zur digitalen Integration von Frauen in dieser Aktion gemacht wurden, konnten 2004 auf die Gruppe der Seniorinnen und Senioren ausgeweitet und im Rahmen des Projekts Online-Kompetenz für die Generation 50plus - Seniorinnen und Senioren ans Netz www.50plus-ans-netz.de umgesetzt.
Neben diesen zielgruppenorientierten Projekten initiierte und koordinierte das Kompetenzzentrum mit ranking-kompetenzz - Studiengänge im Wettbewerb www.ranking-kompetenzz.de, dem Wettbwerb Get the Best - Frauen als Erfolgsfaktor für Hochschulen und der internationalen Konferenz impulse nutzen - Zukunftschancen für eine neue Vielfalt in Studium und Lehre. Gender Mainstreaming als Impuls und Motor für die Studienreform in Informatik, Ingenieur- und Naturwissenschaften |www.impulse-nutzen.de)| drei Projekte, die deutlich machten, dass es möglich ist neue Zielgruppen und insbesondere Frauen für technische, natur- und ingenieurwissenschaftliche Studiengänge zu gewinnen. Mit aussagekräftigen, genderspezifischen Daten und Fakten wurde eine Diskussion darüber angestoßen, warum zahlreiche Studiengänge mehr Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Studienfächern für sich gewinnen können als andere. Zudem wurden Best-Practice-Beispiele zur Gewinnung neuer Zielgruppen gesammelt und vorgestellt.
Internationale Beteiligungen
Das Kompetenzzentrum beteiligte sich auch an diversen Kooperationsprojekten, darunter drei europäischen und wurde auf internationaler Ebene im Rahmen der EU-Beschäftigungspolitik als vorbildliches Projekt zur Verbesserung der Perspektiven von Frauen in der Informationsgesellschaft ausgewählt. Die Übertragbarkeit dieses Verfahrens auf andere Mitgliedsstaaten wurde seitens eines Experten- und Expertinnengremiums überprüft.
seit 2005: Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit
Folgerichtig übernahm der Verein mit der Umbennenung in Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. im September 2005 den bundesweit bekannten Namen Kompetenzzentrum in den Vereinsnamen. Mit dem Begriffspaar Diversity und Chancengleichheit wurde gleichzeitig in der Namensgebung die faktisch bereits in den Projekten vollzogene strategische Orientierung an Frauen und Männern manifestiert. Über die gegenwärtige Vereinstruktur, die Geschäftsstelle, die Projekte, Produkte und Themen informiert der Verein aktuell auf diesen Webseiten.
Fachkongress "Zukunft gestalten - Kompetenzen aller nutzen" am 25. Juni 2009 in Bonn
Anlässlich des 10-Jahres-Jubiläums des Vereins waren 120 Gäste am 25. Juni 2009 in die Zentrale der Deutschen Telekom nach Bonn eingeladen. Von 11:00 bis 17:30 Uhr wurde ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm geboten. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Journalistin Petra Schwarz.
Uraufführung des Streichquartett „Patchwork“ und "La Caleta"
von Barbara Heller
- Andrea Dick, Violine
- Lisa Hinnersmann, Violine
- Birgit Saak, Viola
- Anne Caroline Stadtländer, Violoncello
GRUSSWORTE
Erika Mann
stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums und Mitglied des Europäischen Parlament
Raimund Becker
Vorstand Bundesagentur für Arbeit und Gründungsmitglied des Vereins
Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff
Rektorin Fachhochschule Bielefeld und Gründungsmitglied des Vereins
Thomas Sattelberger
Vorstand Personal Deutsche Telekom AG und Gründungsmitglied des Vereins
FESTVORTRAG
Gender an der Schnittstelle zwischen Forschung, Wirtschaft und Wissenschaft
Prof. Dr. rer. nat. habil. Martina Schraudner
Fraunhofer Gesellschaft: Gesundheit und Life Sciences sowie die Etablierung von Gender Mainstreaming in der Forschungsorganisation, insbesondere Integration von Gender-Aspekten in die Forschung
Technische Universität Berlin: Gender und Diversity Aspekte in Organisationen am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) im Fachgebiet Qualitätswissenschaft
FACHVORTRAG
Gemeinsam ans Ziel - Netzwerke nutzen
Prof. Barbara Schwarze
Vorsitzende des Vereins
Professorin für Gender und Diversity Studies an der Fachhochschule Osnabrück
Mitglied des Präsidiums der Initiative D21
GESPRÄCHSRUNDEN
Diversity als Erfolgsfaktor - Neue Wege aus der Krise
Thomas Sattelberger, Vorstand Personal Deutsche Telekom AG
Claudia Menne, Leiterin Bereich Gleichstellungs- und Frauenpolitik beim DGB-Bundesvorstand
Petra Ledendecker, Präsidentin des VDU - Verband Deutscher Unternehmerinnen, Unternehmerin
Ulrich Schönleiter, Ministerial Dirigent, Leiter der Unterabteilung II B - Handwerk, Gewerberecht und -förderung, Bildungspolitik, Freie Berufe, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Wolfgang Gollub, Arbeitgeberverband Gesamtmetall
Lebens- und Berufsplanung - Mehr Chancengleichheit wagen
Eva Maria Welskop-Deffaa, Leiterin der Abteilung Gleichstellung im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
Dr. Kira Stein, Deutscher Frauenrat, deutscher ingenieurinnenbund, Mitglied des Vorstands
Dr. Waltraud Cornelißen, Leiterin Forschungsgruppe Gender und Lebensplanung im Deutschen Jugendinstitut (DJI)
Mathias Lindner, Bereichsleiter Genderpolitik im ver.di Bundesvorstand
Technik und Gender - Perspektiven in der Wissenschaft
Dr. Susanna Schmidt, Leiterin Strategien und Grundsatzfragen im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Prof. Dr. Ing. Gabriele Schade, Dekanin der Fakultät Gebäudetechnik und Informatik an der Fachhochschule Erfurt, Mitglied des Vorstands
Prof. Dr. Susanne Ihsen, Technische Universität München, Stellvertretende Vorsitzende
Helmut Mattonet, Ministerialdirigent im Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWFT)
Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff, Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen, Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld
Festliches Finale
Vorstands- und Vereinsmitglieder
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Rosenregen auf alle Beteiligten und Aktiven
Weitere Impressionen
Applaus aus dem Publikum
Buttonmaschine in Aktion!
Frage von Frau Klenz
Unternehmenstheater KALEIDOSKOP
Puppe im Messekostüm der Initiative "Frauen geben Technik neue Impulse" (1998)
10. November 2009: Festveranstaltung 10 Jahre
Ideen für die Zukunft. Impulse aus OWL. Stephanie Lücking nimmt den kompetenzz-Preis entgegen
Am 10.11.2009 feierte das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. sein 10-jähriges Bestehen mit rund 200 Gästen. Begangen hat der gemeinnützige Verein den Gründungstag mit einer gemeinsamen Festveranstaltung mit der Fachhochschule Bielefeld. Hier hat das Kompetenzzentrum seit 10 Jahren seinen Sitz als An-Institut.
Erstmals hat das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit in diesem Rahmen den kompetenzz-Preis OWL verliehen. Die Vorsitzende, Prof. Barbara Schwarze betonte: „Die Region OWL ist für uns Ideenschmiede für erfolgreiche bundesweite Projekte. Mit dem kompetenzz-Preis OWL geben wir der Region nun etwas dafür zurück. Der Preis soll ein Symbol dafür sein, dass sich etwas tut. Wir wollen damit etwas bewegen und ein Zeichen setzen.“
Die Preisträgerin 2009 heißt Stephanie Lücking, Studentin der Informationstechnik an der Fachhochschule Bielefeld. In Ihrer Laudatio lobte Margrit Harting, geschäftsführende Gesellschafterin der Harting KGAA - Espelkamp, nicht nur ihre fachlichen Qualifikationen: „Stephanie Lücking lebt ehrliche Begeisterung für Technik. Ihre besondere Begabung liegt darin, diese Begeisterung an andere weiterzugeben.“
Die Festrede hielt Dr. Marion Gierden-Jülich (Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration das Landes Nordrhein-Westfalen). Sie beschrieb den langen gemeinsamen Weg mit der Vorsitzenden Prof. Barbara Schwarze, aus dem viele gemeinsame Projekte hervorgegangen sind.
Prof. Dr. Friedrich Biegler-König (Vizepräsident Fachhochschule Bielefeld) betonte in seinem Grußwort die gegenseitige Inspiration zu beiderseitigem Nutzen: die Unternehmenspatenschaften für Studentinnen und Studenten ingenieur- und naturwissenschaftlicher Studiengänge an der FH gehen beispielsweise auf Aktivitäten des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit zurück.
In der Talkrunde „Gesucht – weiblicher Nachwuchs für Wirtschaft und Wissenschaft“ machten Prof. Dr.-Ing Burghilde Wieneke-Toutaoui (Vizepräsidentin Beuth Hochschule für Technik, Berlin) und Wolfgang Gollub vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall u.a. mangelndes Selbstbewusstsein und das Image des Ingenieurberufs als Gründe aus, warum die Zahl der Studentinnen in den MINT-Fächern, bei allen Erfolgen, immer noch relativ niedrig liegt.
Im Interview mit Thomas Seim, Chefredakteur der Neuen Westfälischen, stand Preisträgerin Stephanie Lücking souverän Rede und Anwort zu ihren Erfahrungen als einzige Frau unter Männern in ihrem Studiengang. Für Frau Lücking kein Problem und schon bekannt aus ihren damaligen Leistungskursen Mathematik und Physik. Neben Interesse an technischen Dingen und dem Spaß am Umgang mit Zahlen machte sie auch die Wichtigkeit von begeisterungsfähigen Lehrerinnen und Lehrer für den Weg in die Naturwissenschaften deutlich.
Das Programm wurde von einem Trio der Kunst- und Musikschule der Stadt Bielefeld begleitet. Beim abendlichen Buffet sowie an den Präsentationsständen des Kompetenzzentrums fand ein reger Austausch unter den Eingeladenen statt.
Weitere Fotos von der Veranstaltung
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