Hintergrund
Online-Kompetenzz für Migrantinnen und Migranten
Die Datenlage zur Internetnutzung der deutschsprachigen Bevölkerung ist gut. Wer online ist und wer nicht ist nach soziodemografischen Faktoren wie Alter, Geschlecht, formalem Bildungsabschluss, beruflichem Status, Einkommen und Haushaltsgröße hinlänglich bekannt. Auch die Motive, die für oder gegen eine Internetnutzung sprechen sind weitestgehend erforscht. Für Menschen mit Migrationshintergrund gilt dies bislang nicht, da sie bei den bestehenden Befragungen nicht identifizierbar sind.
Was heißt eigentlich "Migrationshintergrund?"
Sind Migrantinnen und Migranten eine homogene Bevölkerungsgruppe? Hat der Migrationshintergrund Einfluss auf die Internetnutzung und, wenn ja, welchen? Auch die Frage nach den Lebensstilen und Werthaltungen von Migrantinnen und Migranten stellt sich. Haben diese mehr Einfluss auf die Internetnutzung oder ist der spezifische Migrationshintergrund ausschlaggebend? Um diese Fragen zu klären und aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen ist ein differenzierter Blick auf die Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Deutschland notwendig
Wie nutzen Migrantinnen und Migranten das Internet?
Dazu ist die Erkenntnislage bislang dünn. Die erste Studie, in der Menschen mit Migrationshintergrund nach der aktuellen Definition des Statistischen Bundesamts zu ihrer Medien- und Internetnutzung befragt wurden, ist die
Auch wurden 2007 erstmalig die Lebensstile und Wertorientierungen von Migrantinnen und Migranten nach den SINUS Milieus untersucht, die Studie enthält aber keine Hinweise auf die Internetnutzung
Die Initiative D21 veröffentlichte im September 2008 die Sonderauswertung des (N)ONLINER Atlas 2008 "Internetnutzung und Migrationshintergrund in Deutschland" . Die studie zeigt erstmalig die Internetnutzung nach Personen ohne, mit eigener und mit Migrationserfahrung der Eltern auf.
Nationaler Intergrationsplan
Im Austausch mit Expertinnen und Experten wurden die vorhandenen Daten und Fakten analysiert, um Ansatzpunkte für zukünftige Maßnahmen und Projekte zu finden. Der Nationale Integrationsplan der Bundesregierung bot weitere Ansatzpunkte zur Diskussion im Themenfeld 8: "Medien und Integration"














