2. Neukonzeption

Digitale Integration im Hinblick auf die gesellschaftliche Integration unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund konzeptionell neu fassen und empirisch absichern.

These: Für zukünftige Forschungsarbeiten und die Weiterentwicklung von entsprechenden theoretischen Konzepten ist die Neudefinition zentraler Begriffe wie „Onlinekompetenz“ und „digitale Integration“ im Hinblick auf die gesellschaftliche Integration von Migrantinnen und Migranten zwingend notwendig. Bisher liegen nur sehr wenige Untersuchungen zur Internetnutzung von Migrantinnen und Migranten vor, die sich an den Potenzialen der Menschen orientieren und das breite Spektrum vielfältiger Migrationshintergründe abbilden.

 

Begründung: Zentrale Begriffe und Konzepte rund um die Veränderung der Lebens- und Arbeitswelt durch die Nutzung moderner Technologien sind zu einem Zeitpunkt entstanden, zu dem die gesellschaftliche Integration von Migrantinnen und Migranten noch kein öffentliches politisches Thema war. Die „digitale Integration“ bezieht sich zunächst auf Bevölkerungsgruppen, die bisher keinen oder nur wenig Kontakt mit dem Internet haben.Migrantinnen und Migranten als vermeintlich generell Benachteiligte wurden so zur Zielgruppe für digitale Integration. Bisher liegen jedoch kaum Erkenntnisse vor, wie und in welchem Maße das Internet in verschiedenen Gruppen mit Migrationshintergrund genutzt wird und welchen Einfluss dies auf den Grad der gesellschaftlichen Integration der jeweiligen Bevölkerungsgruppe hat.

In der Forschung sind zentrale Begriffe der Integrationspolitik und der Informationsgesellschaft theoretisch neu zu bestimmen und klar zu definieren. Insbesondere die qualitative Forschung muss stärker gefördert werden, um in empirischen und interdisziplinären Studien die Onlinekompetenz der Bevölkerung in Deutschland in Abhängigkeit vom jeweiligen Migrationshintergrund herauszuarbeiten und Ansätze für gezielte Maßnahmen und Angebote für unterschiedliche Interessen- und Bedarfslagen verschiedener Gruppen von Migrantinnen und Migranten zu entwickeln.

Gute Beispiele:

Das Forschungsprojekt Politisches Potenzial des Internet – Die virtuelle Diaspora der Migranten aus Russland und der Türkei in Deutschland der Universität Münster untersuchte die politischen Aktivitäten, die Migrantinnen und Migranten in Deutschland im Internet entfalten. Dabei galt das Forschungsinteresse der Vernetzung und Onlinebeteiligung an politischen Prozessen sowohl im Aufnahmeland als auch im Herkunftsland der Migrantinnen und Migranten. http://ppi.unimuenster. de

Auf der Grundlage unterschiedlicher Integrationskonzepte entwickelt Kathrin Kissau aus politikwissenschaftlicher Perspektive in ihrer Doktorarbeit „Das Integrationspotenzial des Internet für Migranten“ ein Integrationsmodell, welches die Bedeutung des Internets für die Integration von Migrantinnen und Migranten beschreibt. Das entwickelte Integrationsmodell, das sie Triavis-Modell nennt, basiert auf Vernetzung anstatt auf Assimilation. Es beinhaltet drei Elemente: Integration durch Information, durch Komm unikation und durch Partizipation.

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Gemeinsam durchs Netz

Digitale Gesellschaft 2011

Initiative D21 veröffentlicht neue Studie zur Entwicklung der digitalen Gesellschaft

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Wege ins Netz 2011

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(N)ONLINER Atlas 2011

Expertise

Perspektiven für zukünftige Angebote zur Stärkung des Internet-Nutzungsinteresses von Frauen und Männern mit Migrationshintergrund in Deutschland

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Sonderauswertung (N)ONLINER Atlas 2008

Erste Studie zum Zusammenhang von "Internetnutzung und Migrationshintergrund in Deutschland".

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E-Integration

Broschüre stellt anhand von Beispielen die "IT Roadmap zur gesellschaftlichen Integration" der Initiative D21 vor.

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Pressemitteilungen

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