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10. Nachhaltigkeit

Verlässliche Strukturen zur Vernetzung und zur Kontinuität schaffen.

These: Onlinekompetenzprojekte für Migrantinnen und Migranten profitieren vom Aufbau verlässlicher Strukturen.

 

Begründung: Verlässliche Strukturen, sowohl öffentliche als auch zivilgesellschaftliche, gewährleisten kontinuierliche Arbeit und fördern die Vernetzung der Aktiven. Durch Kooperation, kontinuierlichen Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen werden Synergien erzeugt. Dafür sind geeignete Organisationsstrukturen erforderlich. Die Gewinnung bürgerschaftlich Engagierter ist zumeist nur in langfristigen Prozessen erfolgreich und setzt die Kooperation unterschiedlicher Partnerinnen und Partner voraus. Fehlen Strukturen für eine angemessene weitere Begleitung, drohen Frustration und der Abbruch des Engagements.

Bei der Durchführung von Onlinekompetenzprojekten sollten bereits während der Laufzeit Strukturen entwickelt werden, die eine nachhaltige Fortführung gewährleisten. Der Selbstorganisationsprozess der Aktiven muss unterstützt werden, z. B. durch den Aufbau eines Forums zum Erfahrungsaustausch. Das Wissen und die Erfahrung müssen objektiviert und dokumentiert werden, sodass diese weitergegeben werden können. Nachvollziehbare Regeln der Kommunikation müssen aufgestellt und eingehalten werden, z. B. Regeln des Informationsflusses, der Vertretung sowie der Nachfolge.

Gute Beispiele:

Die Stabsstelle Bürgerengagement und Senioren der Stadt Esslingen am Neckar koordiniert und vernetzt Projekte und Initiativen zur Förderung von Medienkompetenz. Eine Fachkraft begleitet die bestehenden Projekte, vernetzt unterschiedliche Träger von Maßnahmen und treibt die Entwicklung neuer Projektideen und Kooperationen voran. Die Grundlagen für diese Aktivitäten entstanden im Bundesforschungsprojekt MediaKomm. Nach Auslaufen der Projektmittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie finanziert nun die Kommune den Betrieb und die Weiterentwicklung allein. www.esslingen.de,
www.buerger-gehen-online.de

Das Wuppertaler Integrationsportal bündelt auf seiner Internetseite Informationen für in Wuppertal zugewanderte Migrantinnen und Migranten. Das Wuppertaler Integrationsportal wurde aus dem Förderprogramm Komm-In des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW gefördert. Nach dem Projektende wird nun die langfristige Finanzierung des Portals durch die Stadt und die beteiligten Träger gesichert. www.integration-in-wuppertal.de

Im Projekt IMES – Neue Bildungsangebote und -methoden für die Integration von Migranten in die Europäische Gesellschaft wurden Computer- und Internetkurse von Mentorinnen und Mentoren durchgeführt. Nach Auslaufen der EU-Förderung hat der Träger, die Projektwerkstatt für Umwelt und Entwicklung, die Förderung aus Eigenmitteln übernommen. Gesichert wird das Angebot durch eine kostenlose Bereitstellung von Infrastruktur (Räumlichkeiten, Internetzugänge) durch lokale Kooperationspartner (Stadtbibliothek, Freizeitheime, Kulturvereine …) und durch das freiwillige Engagement von Mentorinnen und Mentoren. Der Träger bietet den Mentorinnen und Mentoren dafür ein einmaliges Treffen im Monat zum Austausch an und schult diese kontinuierlich im Hinblick auf technische und interkulturelle Kompetenzen. www.imes.info

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Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme stehen als Kurzversion zum Download zur Verfügung.

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