Mädchen und Frauen

Für den intensiven fachlichen Austausch zu Einzelaspekten der Bestandsaufnahme wurden zwei Workshoprunden durchgeführt. In jeder Workshoprunde fanden vier Workshops mit bis zu 15 geladenen Expertinnen und Experten parallel statt. Für die erste Workshoprunde bildeten die klassischen Merkmale der digitalen Spaltung „Alter und Geschlecht“ die Ausgangspunkte. Für alle Workshops bildete die Genderperspektive eine wichtige Grundlage. Im Abschlussplenum wurden die Ergebnisse aus den Workshops zusammengeführt und diskutiert.

  1. Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  2. Ergebnisse der Bestandsaufnahme
  3. Präsentation Birsen Ürek
  4. Ergebnisbericht
  5. Thesen des Workshops
  6. Downloads
 

1. Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • Handan Aksünger
  • Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning
  • Dr. Ines Braune
  • Claudia Camp von der Gathen
  • Melanie Dombek
  • Prof. Dr. Maisha M. Eggers
  • Virginia Wangare Greiner
  • Angelika Heßling
  • Ute Kempf
  • Dr. Martina Seveker
  • Prof. Dr. Annette Treibel-Illian (Leitung)
  • Birsen Ürek (Leitung)

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2. Ergebnisse der Bestandsaufnahme

Im Rahmen des Projektes wird eine Bestandsaufnahme von Primär- und Sekundärstudien zur Online-Kompetenz von Migrantinnen und Migranten durchgeführt. Ausgangspunkt sind die vom Statistischen Bundesamt im Mikrozensus 2005 vorgelegte Definition von „Migrationshintergrund“ und der nationale Integrationsplan, der in den neuen Medien Computer und Internet erhebliche Potenziale für die Integration sieht. Die Bestandsaufnahme umfasst neben den Ergebnissen der Internet-, Migrations- und Medienforschung auch eine Übersicht der Internetportale für Migrantinnen und Migranten sowie Beispiele guter Praxis.

Digitale Integration in der Migrationsforschung

In der Informationsgesellschaft Deutschland gibt es eine digitale Spaltung, die entlang der demografischen Merkmale Bildung, Geschlecht, Alter und Einkommen verläuft. Oliver Hinkelbein (2007:94) erweitert diese um die Merkmale "kulturelle Herkunft" und "Sprachfähigkeit", die den Stand der Deutschkenntnisse kennzeichnet. Nach Hinkelbein nehmen Migrantinnen und Migranten zurzeit nur unzureichend an der Informationsgesellschaft teil.

Deutschland sei ein digitales Entwicklungsland, was die Integration von Migrantinnen und Migranten betrifft (Hinkelbein 2004: 9ff.). Es fehle an quantitativen und qualitativen Erkenntnissen zur Internetnutzung und an entsprechenden Politikstrategien. Verglichen mit klassischen Einwanderungsländern fehlt in Deutschland ein breites und sprachlich vielfältiges Medienangebot für Migrantinnen und Migranten, das ihre Lebenswelten repräsentiert. Dies trifft insbesondere für Institutionen des Staates zu, die kaum mehrsprachige Informationen zu ihren Angeboten und Leistungen auf ihren Websites haben. Wenn mehr Migrantinnen und Migranten mit E-Government-Angeboten erreicht werden sollen, so müsse auf die spezifischen Bedürfnisse der verschiedenen Gruppen eingegangen werden.

Barrieren der Internetnutzung

Aus den Erfahrungen verschiedener Projekte werden drei Barrieren für die Internetnutzung von Migrantinnen und Migranten als wesentlich erkannt:

  • fehlende Medienkompetenz
  • geringe deutsche Sprachkompetenz
  • die Nichtberücksichtigung spezifischer Bedürfnisse der Menschen mit Migrationshintergrund bei den angebotenen Maßnahmen

Medienkompetenz ist eine zentrale Grundlage zur Integration in die Inormationsgesellschaft. Viele Migrantinnen und Migranten waren und sind in Arbeitsfeldern tätig, in denen digitale Medien entweder keine oder nur eine geringe Rolle spielen, so dass sie darüber keine Möglichkeit haben und hatten, sich Medienkompetenzen anzueignen (Hinkelbein 2007: 95).

Mangelnde deutsche Sprachkompetenzen spielen auf den Ebenen der Inhalte und deren Vermittlung eine Rolle (Hinkelbein 2007: 94). Um spezifische Zugangsbarrieren identifizieren zu können, ist es nötig, die Lebenswelten der betroffenen Menschen zu kennen. Hier bedarf es weiterer Forschung.

Die Herkunft der Menschen lässt nicht auf eine Milieuzugehörigkeit und umgekehrt auch eine Milieuzugehörigkeit nicht auf die Herkunft schließen, so das zentrale Ergebnis der Sinus-Studie „Migranten in Deutschland“ von Sinus Sociovision. Das legt den Schluss nah, dass nicht die kulturelle Herkunft, sondern das Milieu über die Internetnutzung entscheidet. Die Sinus-Studie „Migranten in Deutschland“ ist eine repräsentative, qualitative Vorstudie. Darin enthalten sind einige Ergebnisse zur Mediennutzung sowie Ausstattung der Migranten mit Computer und Internet. Ergebnissse der neuen Sinus-Milieustudie "Lebenswelten von Migranten" wurden im Dezember 2008 vorgestellt.

Geschlechtsspezifische Unterschiede

In den Studien zu Jugendlichen mit Migrationshintergrund wurde der Genderaspekt berücksichtigt und Unterschiede in der Ausstattung, bei den Zugängen, bei den genutzten Anwendungen herausgearbeitet. Außerdem wurde festgestellt, dass die subjektive Selbsteinschätzung der Medienkompetenz bei Mädchen signifikant negativer ist als bei Jungen (Billes-Gerhart 2003: 6). Nach den Untersuchungen vom Zentrum für Türkeistudien wird das Internet für die Informationsbeschaffung mehr von Männern als von Frauen genutzt. Ein weiteres Ergebnis zu älteren Migrantinnen greift die Frage auf, wie sollten Maßnahmen aussehen, die auf die Lebensbedingungen der älteren Frauen abgestimmt sind.

Ältere Migrantinnen: Ellerbrock hat die Lebensbedingungen von älteren türkischstämmigen Frauen analysiert und Handlungsempfehlungen für Angebote mit älteren Migrantinnen entwickelt. Sinnvoll sind Angebote von Frauen für Frauen. Die Maßnahmen sollten generationsübergreifend, themenorientiert und Kultur angemessen konzipiert sein und Angebote in der Muttersprache einschließen. Bei dem Aspekt Zeit, sollte berücksichtigt werden, dass Frauen unabhängig vom Alter für die Familienarbeit verantwortlich sind. Hier bieten sich Angebote ohne zeitliche Befristung an in Form eines ständigen Treffpunkts. Familienarbeit heißt auch, dass Kinder oder Enkelkinder von den Frauen betreut werden. Außerdem sollte auf die Erreichbarkeit der Angebote durch öffentliche Verkehrsmittel beachtet werden (Ellerbrock 2003).

Fazit: In der Migrationsforschung liegt der Schwerpunkt bei den Jugendlichen und hier insbesondere bei Hauptschülerinnen und Hauptschülern. Untersuchungen zu Erwachsenen und Älteren finden sich kaum. Die meist untersuchte Bevölkerungsgruppe ist die der türkischstämmigen Migrantinnen und Migranten. Die Expertinnen und Experten haben als Merkmale der digitalen Spaltung

  • die Bildung
  • das Geschlecht und
  • das Alter

ausgemacht. Weitere Barrieren sind

  • die deutsche Sprachkompetenz und die
  • Nichtberücksichtigung von Lebenslagen der Migrantinnen und Migranten.

Migrantinnen und Migranten in der Medienforschung

Geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen bei Computer und Internet bei den Vorerfahrungen, beim Zugang zum Computer und bei der eigenen Einschätzung der Computer- und Technikkompetenz sowie bei der Anwendung der Kompetenzen. Diese beginnen, wie wir gesehen haben, schon in der Grundschule und wirken auch im späteren Lebensalter.

Es gibt Unterschiede bei der Nutzungsintensität. Mädchen sind zu 80 Prozent und Jungen zu 85 Prozent täglich oder mehrmals in der Woche im Netz (vgl. JIM 2007).

Bei den Anwendungen gibt es auch Präferenzen. Mädchen nutzen stärker die kommunikativen Anwendungen und der Anteil der Jungen ist bei den Spielen höher.

Viele Erkenntnisse über geschlechtsspezifische Unterschiede bei Migrantinnen und Migranten liegen hauptsächlich für Mädchen und Jungen vor.

  • Beim Zugang zu Computer und Internet besitzen Mädchen mit Migrationshintergrund schlechtere Zugangsmöglichkeiten (vgl. Theunert 2007).
  • Beide Geschlechter haben geringere Zugangsmöglichkeiten zum Internet, wenn sie eine geringere Schullaufbahn einschlagen.

Bei der Erschließung alternativer Zugänge gibt es unterschiedliche Präferenzen.

  • Mädchen finden diese in Institutionen (Schulen, Moscheen) oder im Familienumfeld.
  • Jungen suchen öffentliche Räume (Internetcafes) oder Jugendzentren auf oder gehen zu Freunden (Theunert 2007: 10f.).

Bei der Vorbereitung von Maßnahmen sollten geschlechtsspezifische Aspekte berücksichtigt werden. Auch die Bereitstellung reiner Frauenangebote erscheinen sinnvoll und ist von einigen Frauen erwünscht.

Fazit: Bei der Betrachtung der Forschungslage in der Medienforschung fällt insgesamt auf, dass es einige Studien zu der Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund gibt. Schlechter sieht die Lage bei Erwachsenen oder Älteren aus. Bei den Untersuchungen zur Herkunft überwiegen die Studien zur Internetnutzung türkischer Migrantinnen und Migranten. Danach folgen meist Untersuchungen für Personen mit postsowjetischem Migrationshintergrund. Für viele weitere Gruppen gibt es keine Untersuchungen.

Ergebnisse aus der Migrations- und Medienforschung

Ungeklärt ist die Frage, ob die kulturelle Herkunft ein Merkmal der digitalen Spaltung ist. Sicher ist jedoch, dass Bildung, Alter und Geschlecht auch bei der migrantischen Bevölkerung Merkmale sind, die erheblichen Einfluss nehmen auf die Nutzung bzw. Nichtnutzung des Internet.

Weitere Barrieren für die Internetnutzung von Migrantinnen und Migranten sind:

  • mangelnde Medienkompetenzen
  • mangelnde deutsche Sprachkompetenzen und die
  • Nichtberücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse von Menschen mit Migrationshintergrund.

Geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen beim

  • Zugang
  • bei der Nutzungsintensität
  • bei der Zuschreibung eigener Technikkompetenzen
  • bei der Wahl von alternativen Zugängen und auch
  • bei den Interessen

Das Internet stellt für die Migrantinnen und Migranten und auch für die Aufnahmegesellschaft enorme Potenziale dar. Es ist ein Gestaltungsraum, in dem mit Gleichgesinnten über Themen gesprochen und diskutiert wird, die insbesondere Migrantinnen und Migranten interessieren und in den Massenmedien keinen Eingang finden. Gleichzeitig stellt das Internet eine virtuelle Heimat dar, in der der Migrationshintergrund ein verbindendes Element ist und die Möglichkeit bietet, eine Vielzahl von Öffentlichkeiten mit vielen kulturellen Ausdrucksformen zu kreieren.

Die Funktion der Identitätsbildung ist nicht nur für Jugendliche wichtig, sondern kann unabhängig vom Alter für alle Menschen mit Migrationshintergrund übertragen werden. Wie das Beispiel der deutschtürkischen Migrantinnen und Migranten zeigt, ist der virtuelle Raum ein Medium zur Gestaltung einer selbstbewussten deutschtürkischen Identität, der sich entwickelt und ein Teil der öffentlichen Meinungsbildung in Deutschland darstellt (Kissau 2008: 9).

3. Präsentation Birsen Ürek

 

4. Ergebnisbericht

Der Workshop wurde von Frau Prof. Dr. Annette Treibel-Illian und Frau Birsen Ürek geleitet, die aufgrund ihrer Expertise zu diesem Thema ausgewählt wurden. Sie führten jeweils mit einem Input in die Themenstellung ein. Anschließend erfolgte die Diskussion unter Berücksichtigung der Leitfragen sowie die Formulierung von Thesen, die im Abschlussplenum vorgestellt wurden.

Frau Prof. Dr. Treibel-Illian stieg mit einer Diskussionsführung anhand von Karten in die Arbeit des Workshops ein.

Birsen Ürek stellt die Arbeit des Begegnungs- und Fortbildungszentrums muslimischer Frauen (BFMF) e.V. mit Sitz in Köln vor. Zielgruppe sind Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund und die Vermittlung von Medienkompetenz, die zur Partizipation und Integration in Schule, Beruf und Gesellschaft wichtig ist, steht im Vordergrund der Arbeit.

Angebote

Das BFMF bietet bedarfsorientierte Angebote wie Einführung in den Umgang mit PC, Office-Software, Internet- und E-Mail-Nutzung, Lernsoftware, Online-Lernprogramme, Spiele, Schreibmaschinen- und Bewerbungstraining. Diese Inhalte werden in unterschiedlichen Formaten wie EDV-Kursen, Integrationskursen oder im Internet-Café angeboten.

Zielgruppe

Die Mädchen und Frauen, die Angebote des BFMF nutzen, haben zur Hälfte einen niedrigen Bildungsstand, zu je einem Viertel einen mittleren bzw. hohen Bildungsstand. Die Besucherinnen sind zu 40 Prozent Türkinnen, zu je 20 Prozent Araberinnen, Deutsche und Angehörige anderer Ethnien. Jährlich nehmen ca. 150 Frauen an den Angeboten teil, Kurse werden in Deutsch und Türkisch angeboten. Die meisten Besucherinnen sind zwischen 20 und 35 Jahre alt.

Motivation

Die Teilnehmerinnen wollen sicher und unabhängig PC und Internet nutzen können, Briefe und E-Mails verfassen, Online-Lernprogramme z. B. für Mathematik nutzen, Präsentationen erstellen und Informationen recherchieren. Insbesondere wollen Mütter mit ihren schulpflichtigen Kindern mithalten, um sie zu unterstützen und zugleich in Bezug auf Internetinhalte die Kontrolle zu behalten.

Internetnutzung

Das Internet zur Recherche zu nutzen ist für die Frauen ein wichtiges Anliegen. Gesucht werden Informationen zu Aus- und Weiterbildung, zu Berufen und Arbeitsstellen, zu Wohnungen und Hobbys. Einbürgerungsformulare, Führerscheinstelle, Eignungstests sind weitere Themen, nach denen recherchiert wird. Informationen über Kultur, Religion und Politik werden ebenfalls gesucht.

Infrastruktur

Das BFMF gilt als zielgruppen- und bedarfsorientiert mit seinen Bildungs- und Beratungsangeboten. Es strahlt eine freundlich-warme Atmosphäre aus, es gewährleistet Kinderbetreuung parallel zu den Angeboten, es gibt für Interessierte offene Türen und ein Begegnungscafé sowie qualifizierte Mitarbeiterinnen mit ähnlichem kulturellen Hintergrund. Barrieren: Fehlende Kontinuität des Angebots, veraltete technische Ausstattung des Anbieters sowie die Kosten der Kurse stellen Hemmnisse für die Frauen dar, die Angebote wahrzunehmen.

 

Gesammelte Schlagworte auf den Stellwänden:
  • Ertrag der Ressource Internet für Mädchen und Frauen ist offen.
  • Das Internet als Qualifizierungshebel für Mädchen?
  • Angebote mit und für Migrantinnen

 

Diskussionsergebnisse zu den Leitfragen:

 

Zunächst wurde sehr grundsätzlich diskutiert.

  • Über welche Migrantinnen wird eigentlich gesprochen?
  • Welche Kategorien sind relevant?
  • Migrantin – und was noch?
  • Die Fragen nach Ethnie, Geschlecht, Alter, Schichtzugehörigkeit, Religion, Stadt/Land, Gesundheit müssen aus dem Blickwinkel der Betroffenen betrachtet und in die Analyse miteinbezogen werden.

Kritisch hinterfragt wurde auch die Zielsetzung der Fachtagung.

  • Wie sieht Online-Kompetenz aus?
  • Online-Kompetenz – wofür?
  • Wo sind die Orte des Kompetenzerwerbs?

Es bestand keine Einigkeit darüber, ob die Internetnutzung per se sinnvoll ist oder ob nicht immer zugleich auch der Blick auf die Inhalte gerichtet werden muss. Als Afrikanerin, die das Internet sehr viel nutzt, besteht eine doppelte, symbolische Vereinnahmung durch das Internet:

  • Es wird angenommen, dass der Nutzer weiß und männlich ist.

Es wird ein Wahrnehmungsfilter von außen übergestülpt. Es wurde konstatiert, dass Mädchen nicht schlecht aufgestellt sind. Es bestehe allerdings ein Gefälle zwischen schulischem und nachschulischem Bereich. Die Hartnäckigkeit des Geschlechterungleichgewichts zeige sich vor allem im nachschulischen Bereich. Es wurde auf Untersuchungen von Mona Granato verwiesen.

1. Welchen Nutzen hat das Internet für diese spezielle Gruppe mit Migrationshintergrund?

Brauchen sie das Internet überhaupt? Die Diskussion wird häufig unter der Prämisse "je mehr Internet, desto gebildeter" geführt: Stimmt sie eigentlich?

2. Welche Erkenntnisse über spezifische Merkmale der Nutzung, Nicht-Nutzung und –art der Nutzung liegen vor?

Mädchen und Frauen nutzen PC und Internet häufig zielgerichteter als ihre männlichen Pendants. "Mädchen machen, Jungen schwätzen." Sie gehen ernsthafter, konzentrierter und weniger spielerisch an das Medium heran. Sie nutzen Internet & PC eher für Schule und Beruf, sodass hier großes Qualifizierungspotenzial besteht. Karriere sei allerdings für viele Mädchen ein Schimpfwort. Mädchen und Frauen interessieren sich besonders für Themen Liebe, Sexualität und Verhütung. Bei der Internetnutzung müssen die Risiken mitbedacht werden. Insbesondere Mütter haben dafür einen Blick. Die Nutzung unterscheidet sich sehr stark nach den Altersgruppen. Zu 70 Prozent haben Mädchen das Internet zu Hause zur Verfügung.

3. Welche Hemmnisse oder Barrieren lassen sich für diese Gruppe identifizieren?

Fehlende Medienkompetenz, fehlender Zugang zu PC und Internet.

4. Worin besteht der Handlungsbedarf für diese Gruppe und wie können gezielte Maßnah-men aussehen?

Wie müssen Online-Informationen für Mädchen aufbereitet werden? Die kulturellen Hintergründe müssen berücksichtigt werden, Angebote müssen kultursensibel aufbereitet werden. Gezielte Maßnahmen müssen unter Einbeziehung der Zielgruppe entwickelt werden: Es muss Kontakt zu den Mädchen hergestellt werden, die Vereine und Verbände, die im direkten Kontakt zur Zielgruppe stehen, sollen einbezogen werden. Welche weiteren Zugangsmöglichkeiten außerhalb der Schule sind für Mädchen relevant? Spezielle Zugangsorte sollten geschaffen werden.

5. Thesen des Workshops

  1. Der Ertrag, den das Internet für Mädchen und Frauen bietet, muss noch herausgefunden werden.
  2. Angebote müssen in erster Linie mit der Zielgruppe eruiert werden.
  3. Das Internet kann als Qualifizierungshebel für Mädchen eingesetzt werden, wenn es darum geht, Bildungserfolge zu erzielen.

 

6. Downloads

pdf WS Frauen und Mädchen: Ergebnis [346,99 kB | pdf]

pdf WS Frauen und Mädchen: Ürek [217,52 kB | pdf]

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