Digitale Integration
Seit über 10 Jahren wird in Studien die Internetnutzung in Deutschland mehr oder weniger regelmäßig quantitativ und qualitativ erfasst, analysiert und bewertet. Soziodemografische Merkmale wie Alter, Geschlecht, formaler Bildungsabschluss, beruflicher Status, Einkommenshöhe und Haushaltsgröße haben sich seither als Faktoren etabliert, nach denen Unterschiede bei der Art und dem Umfang der Internetnutzung erklärbar sind. Wer online ist und wer nicht, ist immer weniger eine Frage der Verfügbarkeit der technischen Infrastruktur in der Region, vorhandener netzfähiger Endgeräte im Haushalt und am Arbeitsplatz oder der Nutzungskosten geworden, sondern vielmehr eine Entscheidung nach dem individuellen und beruflichen Nutzen und den für sinnvoll erachteten Inhalten und Dienstleistungen in Relation zu dem dazu notwendigen technischen, infrastrukturellen und persönlichen Aufwand.
Den Rückstand von ausgrenzungsgefährdeten Bevölkerungsgruppen bei der Internetnutzung bis 2010 zu halbieren, ist das Ziel der Europäischen Kommission im Rahmen der eInclusion@EU-Initiative. Zu diesen Bevölkerungsgruppen zählt die Kommission neben älteren Menschen, Menschen mit Behinderung, Frauen, niedrig qualifizierten Menschen und benachteiligten Jugendlichen auch Menschen mit Migrationshintergrund. Die Bundesregierung bündelt ihre Aktivitäten zur digitalen Integration aller Bürgerinnen und Bürger in Deutschland in der Initiative Internet erfahren – Gemeinsam durchs Netz. Die Initiative richtet sich an Menschen, die das Internet bislang nicht oder nicht kompetent genutzt haben und damit von den beruflichen und sozialen Chancen der digitalen Medien ausgeschlossen sind. In drei Programmen werden in enger Kooperation mit lokalen, regionalen und bundesweiten Aktiven aus Unternehmen, Organisationen, Verbänden und Kommunen neue Konzepte und Maßnahmen entwickelt, erprobt und evaluiert. Dabei steht der individuelle Nutzen des Internets für die Menschen im Vordergrund.
29.07.2010
BIENE 2010: Unternehmen erstmals vorn - 224 Webseiten wollen eine BIENE als Preis für barrierefreie Webseiten
Erstmals in der Geschichte des BIENE-Wettbewerbs sind es nicht die durch die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BIT-V) zur Barrierefreiheit verpflichteten Verwaltungen und Organisationen, die die meisten Bewerbungen um eine BIENE eingereicht haben. Dieses Jahr strecken vor allem Unternehmen ihre Fühler nach den begehrten Auszeichnungen aus: Von den 224 Bewerbungen und Vorschlägen entfallen 118 auf Webangebote aus der freien Wirtschaft.
09.07.2010
(N)ONLINER Atlas 2010: 72 Prozent der Deutschen sind online
Laut aktuellem (N)ONLINER Atlas der Initiative D21 ist die Internetnutzung in Deutschland im vergangenen Jahr um 2,9 Prozentpunkte auf 72 Prozent gestiegen. Binnen eines Jahres haben somit zwei Millionen Menschen die digitale Welt neu für sich entdeckt. Doch wird aus den Zahlen auch deutlich, dass man von einer digitalen Gesellschaft in Deutschland – trotz erhöhter politischer und medialer Aufmerksamkeit – noch weit entfernt ist.
Sonderstudie 2010: "Die digitale Gesellschaft in Deutschland - Sechs Nutzertypen im Vergleich"
Zwar sind laut (N)ONLINER Atlas 2009 knapp 70 Prozent der Deutschen online, aber für nur 26 Prozent der Bevölkerung sind die digitalen Medien fester Bestandteil des täglichen Lebens. Dass aber eine große Mehrheit der Deutschen nicht an den durch die digitalen Techniken eröffnenden Möglichkeiten partizipiert, zeigt erstmals die Studie „Digitale Gesellschaft in Deutschland – Sechs Nutzertypen im Vergleich“ der Initiative D21, für die TNS Infratest 1.014 Personen deutschlandweit befragt hat. Die Typologie zeigt auf, dass mit 35 Prozent digitalen Außenseitern und 30 Prozent Gelegenheitsnutzern eine deutliche Mehrheit der deutschen Bevölkerung entweder gar nicht oder nur bedingt an einer digitalen Gesellschaft teilhat.
07.07.2009
(N)ONLINER Atlas 2009: Internetnutzung entwickelt sich weiter dynamisch – fast 70 Prozent sind online
Laut (N)ONLINER Atlas 2009 ist der Onliner-Anteil in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozentpunkte auf 69,1 Prozent deutlich gestiegen und weist damit die zweithöchste Steigerungsrate der letzten sechs Jahre auf. Gleichzeitig ist der Offliner-Anteil um 3,3 Prozentpunkte auf 26,6 Prozent gesunken. Mit 4,3 Prozent wollen 0,6 Prozent weniger Nutzungsplaner als im Vorjahr in den nächsten zwölf Monaten das Internet neu für sich entdecken.
Offliner 2009: Frauen über 60 bilden die Kerngruppe
Ergebnisse der ARD/ZDF-Offlinestudie 2009: Mit einem Plus von rund 800 000 Onlinern auf nunmehr 43,5 Millionen Internetnutzende hat sich der Zuwachs der internetnutzenden Menschen weiter verlangsamt. 2009 konnte sich der Trend der letzten Jahre, dass vor allem Frauen und ab 60-Jährige „aufholen“, nicht fortsetzen. Auch 2009 nutzt mit 72,9 Prozent die übergroße Mehrheit der ab 60-Jährigen kein Internet. Hochgerechnet sind dies 14 Millionen Personen, der Rückgang an Offlinern in dieser Altersgruppe beträgt im Vergleich zum Vorjahr nur noch 230 000 Personen.
Sonderauswertung (N)ONLINER Atlas 2008
Erste Studie zum Zusammenhang von "Internetnutzung und Migrationshintergrund in Deutschland".
Offliner 2008: Ein Drittel der Deutschen bleibt weiter offline
Ergebnisse der ARD/ZDF-Offline-Studie 2008: Die Zahl der Menschen, die das Internet nicht nutzen, hat sich im letzten Jahr weiter verringert. 2008 sind 34,2 Prozent der Bevölkerung in Deutschland – dies entspricht 22,17 Millionen Erwachsenen (ab 14 Jahre) - ohne Internetzugang bzw. -nutzung, 2007 waren es noch 37,3 Prozent. Die Internetnutzung steigt also – wenn auch in abgeschwächter Form – weiter an: Innerhalb eines Jahres hat sich der Anteil der Offliner in der Bevölkerung um rund zwei Millionen verringert.
Wegweiser für zukünftige Maßnahmen und Projekte
Parallel zur technischen und inhaltlichen Weiterentwicklung des World Wide Web hat sich in den letzten zehn Jahren eine Landschaft aus Projekten und Initiativen gebildet, die sich mit den spezifischen Bedürfnisse bestimmter Zielgruppen wie Frauen, älteren Erwachsenen ab 50 Jahren, Erwerbslosen und Menschen mit Behinderung beschäftigen. Für diese Zielgruppen werden spezielle Lern- und Erfahrungsräume angeboten. Darüber hinaus haben freie und öffentliche Bildungsanbieter sowie Web-Unternehmen und Provider das Potenzial für ihren Markterfolg erkannt und entsprechende Produkte und Dienstleistungen am Markt etabliert. Die Effekte der damit verbundenen Verbesserungen sind an den jährlichen überdurchschnittlichen Wachstumsraten in der Gruppe der Frauen und älteren Erwachsenen ablesbar.
01.07.2010
Veröffentlichung des „(N)ONLINER Atlas 2010“ am 8. Juli 2010
So wie über das Internet berichtet und gesprochen wird, scheint es sich bereits überall in Deutschland als das Leitmedium schlechthin durchgesetzt zu haben. Dass stattdessen noch immer nicht die Rahmenbedingungen für eine digitale Gesellschaft annähernd geschaffen sind und Millionen das Internet für sich bisher nicht entdeckt haben, dies dokumentiert der (N)ONLINER Atlas 2010. Am 8. Juli veröffentlicht die Initiative D21 bereits zum zehnten Mal Deutschlands größte Studie zur Internetnutzung.
13.07.2010
BIENE 2010 - Bewerben bis zum 15. Juli: Aktion Mensch und Stiftung Digitale Chancen suchen die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten
Endspurt bei der BIENE 2010: Noch bis zum 15. Juli können Unternehmen, Organisationen, Behörden und Medien unter www.biene-wettbewerb.de ihre Internet-Angebote zum Wettbewerb der Stiftung Digitale Chancen und der Aktion Mensch für die besten barrierefreien deutschsprachigen Webseiten anmelden.
30.06.2010
Nächster Halt: Internet!
Der Mediabus des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie ist deutschlandweit unterwegs - Gemeinden und Einrichtungen können sich bewerben! Der Mediabus, ein rollendes Internet-Café, ist im Auftrag der Initiative "Internet erfahren" in ganz Deutschland unterwegs. Diese Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie richtet sich an Menschen, die mit dem Internet bisher gar nicht oder nur wenig vertraut sind und so von vielen beruflichen und sozialen Möglichkeiten ausgeschlossen sind.
24.06.2010
Countdown für Wege ins Netz 2010
Bis zum 1. Juli 2010 können beim Wettbewerb für mehr digitale Kompetenz vorbildliche Projekte eingereicht und vorgeschlagen werden. Der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in diesem Jahr bereits zum siebten Mal ausgelobte Wettbewerb Wege ins Netz 2010 geht in die Endrunde der Bewerbungsphase: Noch bis 1. Juli 2010 können sich Einrichtungen, Organisationen und Unternehmen, aber auch Bürgerinnen und Bürger unter www.wegeinsnetz2010.de bewerben oder Projekte zur Prämierung vorschlagen.
28.06.2010
Medienportal der Siemens Stiftung bietet ab sofort spanische Unterrichtsmaterialien an
Die Siemens Stiftung baut das kostenfreie Angebot ihres Medienportals kontinuierlich aus und stellt neben deutschen und englischen Unterrichtsmaterialien nun auch Inhalte in Spanisch zur Verfügung. Mit der zunehmenden Sprachenvielfalt im Medienportal möchte die Stiftung Lehrkräfte im Ausland bei ihrer Arbeit sowie den bilingualen Unterricht an deutschen Schulen unterstützen.
21.06.2010
Erste Netzwoche an der Universität Bielefeld
Zum ersten Mal findet im Juni in der Universität Bielefeld die Veranstaltungsreihe Netzwoche mit Themen rund um das Internet statt. Vom 21. bis 25. Juni gibt es bei der Netzwoche Vorträge, Diskussionen, eine Ausstellung und Infostände zu Themen wie Datenschutz und Internet-Aktivismus. Mit der Netzwoche will der AStA auf vielfältige Themen der digitalen Gesellschaft, der Internet-Gesellschaft aufmerksam machen und zu einem kritischen Umgang beitragen. Der Schutz persönlicher Daten ist dabei ein außerordentlich wichtiges Thema. Der AStA der Uni und der Fachhochschule veranstalten die Aktion gemeinsam.
18.06.2010
Kids im Netz: Denn sie wissen, was sie tun... Norton Online Family Report 2010 zeigt: Kinder und Jugendliche halten sich an Online-Nettikette, Eltern sind besser informiert
Deutschlands Kids wissen, wie man sich benimmt - jedenfalls im Internet. Wie der aktuelle Norton Online Family Report 2010 zeigt, sagen etwa drei Viertel der befragten Jugendlichen in Deutschland von sich selbst, sie befolgen die allgemeinen Verhaltens-Etikette für das Internet: keine Beschimpfungen, keine Schikane, kein Mobbing. Noch im Jahr 2009 hatte eine Studie des medienpädagogischen Forschungsverbands Südwest festgestellt, dass knapp 15 Prozent der Jugendlichen bereits persönliche Erfahrungen mit Online-Mobbing haben und jede(r) Dritte ein Mobbing-Opfer kennt.
15.06.2010
Last Minute - IT-Know-how für den Wiedereinstieg - Keine Angst vor Computern
In dem Klassiker der FrauenComputerZentrumBerlin-Fortbildungen für Berufsrückkehrerinnen gibt es noch vereinzelte Plätze - für Frauen ohne oder mit geringen Vorkenntnissen. Aber auch weitere Fortbildungen zur IT-und Medienkompetenzentwicklung werden angeboten.
11.06.2010
Senioren im Netz: Regionaler Infotag zu Senior-Internet-Initiativen in Crailsheim
Am 24. Juni 2010 findet ein regionaler Informationstag zu Senior-Internet-Initiativen in Crailsheim im Rahmen des Projekts "Internet goes Ländle" statt. Dabei wird Harald Rilk, 1. Bürgermeister der Gemeinde Crailsheim, über das bürgerschaftliche Engagement und die Seniorenarbeit sprechen. Wie Seniorinnen und Senioren im Landkreis Schwäbisch Hall das Internet kennenlernen, erläutert Manfred Reich, zweiter Vorsitzender des Kreisseniorenrats. Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist das Senioren-Internetcafé Schwäbisch Hall/Crailsheim. Hier treffen sich zweimal die Woche interessierte Seniorinnen und Senioren, um den Umgang mit dem Internet zu lernen.
10.06.2010
Nominierungen “klicksafe Preis für Sicherheit im Internet”
Die Nominierten für den "klicksafe Preis für Sicherheit im Internet 2010" stehen fest. Ein Expertengremium hat unter der Leitung der Stiftung Digitale Chancen für die beiden Wettbewerbskategorien jeweils drei Einreichende in den Kreis der Favoriten gewählt. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden im Rahmen der Preisverleihung des Grimme Online Award am 30. Juni in der Kölner Vulkanhalle ausgezeichnet.
02.06.2010
Aktionstage "Internet erfahren" mit der Postbank erfolgreich gestartet
Am 11. Mai ist die Kooperation der Initiative Internet erfahren mit der Postbank mit einem Aktionstag im Bonner Gustav-Heinemann-Haus gestartet. Ziel der Zusammenarbeit ist, Seniorinnen und Senioren über ehrenamtliche Internet-Patenschaften den Zugang ins Netz zu erleichtern. Dabei vermitteln weberfahrene Patinnen und Paten älteren Menschen den Einstieg und sicheren Umgang mit dem Internet. Die Bilanz der Auftaktveranstaltung ist durchweg positiv ausgefallen.
02.06.2010
Fit für die Berufsfindung - Lernangebot fördert Deutschkenntnisse von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Mit qualiboXX soll für die Berufs- und Ausbildungsförderung Jugendlicher und junger Erwachsener ein einfacher und nachhaltiger Zugang für die Nutzung digitaler Medien geschaffen werden. So sollen innovative Lehr- und Lernmethoden verstärkt Einzug in die berufliche Integrationsförderung halten. Der Verein Schulen ans Netz will mit qualiboXX zudem die Sprachkompetenz von Jugendlichen mit Migrationshintergrund stärken.



















