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Wissenschaft und Forschung werden weiblicher

An Deutschlands Hochschulen ist der Frauenanteil unter den Professuren auf einen neuen Höchststand gestiegen. Im vergangenen Jahr lehrten und forschten nach den Daten des Statistischen Bundesamtes rund 6.725 Professorinnen. Der Anteil der Lehrstuhlinhaberinnen stieg seit 1995 von acht auf rund 17 Prozent an.

Professorinnenprogramm bringt Chancengerechtigkeit in die Hochschulen / 100. Professur geht an die Uni Ulm

Um den Anteil von Professorinnen an den deutschen Hochschulen gezielt zu steigern, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit den Ländern im Jahr 2008 das Professorinnenprogramm gestartet. Das Programm wird insgesamt mit 150 Millionen Euro gefördert und schafft bis 2012 mindestens 200 neue Stellen für Professorinnen an den deutschen Hochschulen. Die 100. Professur erhielt Prof. Dr. Susana Fernandez Huelga an der Universität Ulm im Fach Theoretische Physik.

"Chancengerechtigkeit als Wettbewerbsfaktor"

Bildungsministerin Annette Schavan: "Das Professorinnenprogramm hat zu einer Aufbruchsstimmung in den Hochschulen geführt. Die Hochschulen haben Chancengerechtigkeit als Wettbewerbsfaktor erkannt. Mit der 100. Professorin haben wir schon eineinhalb Jahre nach Programmstart die Hälfte der geplanten Stellen geschaffen. Das zeigt: Forschung und Wissenschaft werden weiblicher."

Knapp die Hälfte aller staatlich anerkannten Hochschulen Deutschlands hat ihre Gleichstellungskonzepte in den ersten beiden Begutachtungsrunden eingereicht. Drei Viertel der Hochschulen waren mit ihrer Bewerbung erfolgreich; sie können nun eine Anschubfinanzierung für bis zu drei Professorinnen erhalten und hoch qualifizierten Wissenschaftlerinnen langfristige Perspektiven eröffnen. Die geförderten Professuren verteilen sich bisher nahezu hälftig auf Vorgriffs- und Regelprofessuren; ein gutes Drittel entfällt zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf Professuren in den MINT-Fächern.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.bmbf.de

Quelle: BMBF

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