Bertha Benz-Preis 2012: Ingenieurin für ihre Forschungen zur intelligenten künstlichen Augenlinse ausgezeichnet
Trägerin des Bertha Benz-Preises 2012 ist Liane Rheinschmitt. Dr.-Ing. Liane Rheinschmitt erhielt den Preis für ihre herausragenden Forschungen über ein „Künstliches Akkommodationssystem“. Den Preis überreichte ihr Prof. Dr. Eike Böhm, Leiter Qualität Mercedes Benz PKW der Daimler AG, im Anschluss an die 29. Bertha Benz-Vorlesung in Heidelberg. Mit dem Preis würdigt die Daimler und Benz Stiftung die herausragende Promotion einer jungen deutschen Ingenieurin. Er wird einmal jährlich verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.
Die Dissertation mit dem Titel „Erstmaliger Gesamtentwurf und Realisierung der Systemintegration für das Künstliche Akkommodationssystem“ erarbeitete Rheinschmitt am „Karlsruher Institut für Technologie“ (KIT). Mit Hilfe der Akkommodation, der Brechkraftanpassung der Augenlinse, ist es dem Menschen möglich, auf verschieden weit entfernte Objekte zu fokussieren. Diese Fähigkeit lässt beim Menschen altersbedingt nach, sodass etwa ab 45 bis 50 Jahren das Lesen ohne Hilfsmittel immer schwieriger wird. Von dieser sogenannten Alterssichtigkeit sind weltweit rund eine Milliarde Menschen betroffen, hinzu kommt bei vielen die „Katarakt-Krankheit“, auch als „Grauer Star“ bezeichnet.
Hintergrund Bertha-Benz-Preis
Es war immer mehr, als der durch die Konvention gebotene Rückhalt einer Ehefrau für ihren Mann. Bertha Benz war Zeit ihres Lebens von Technik begeistert. Noch mit 84 Jahren sprach sie in einem Radiointerview mit großer Sachkunde über die technischen Probleme bei der Erfindung des Automobils. Diese Begeisterung war der eigentliche Antrieb ihres Einsatzes für die Erfindung des Automobils, des Lebenswerks ihres Mannes Karl Benz. Bereits vor der Hochzeit steckte sie ihre Mitgift in sein Unternehmen. Sie testete gemeinsam mit ihm neue Motoren. Und schließlich unternahm sie 1888 mit ihren beiden Söhnen die erste Fernfahrt mit einem Auto. Bertha Benz gilt deshalb heute als Pionierin der Automobilgeschichte.
Mit dem "Bertha Benz-Preis" würdigt die Daimler und Benz Stiftung diese Persönlichkeit und ihre aus dem visionären Impetus heraus gewonnene Energie für den Aufbruch.
Die Stiftung zeichnet jährlich eine junge deutsche Ingenieurin aus, die mit ihrer Doktorarbeit einen hervorragenden Beitrag in einem Gebiet der Ingenieurwissenschaften geleistet hat. Der Preis wird jeden Sommer anlässlich der "Bertha Benz-Vorlesung" verliehen.
Präsidenten und Rektoren deutscher Universitäten mit ingenieurwissenschaftlichen/technischen Studiengängen und Promotionsrecht sowie Leiter von Forschungsinstituten sind dazu aufgerufen, geeignete Kandidatinnen zu nominieren.
Mehr Informationen unter: www.daimler-benz-stiftung.de












